Realschule Cuxhaven
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 Schulprogramm

der

Realschule Cuxhaven

   _______________________________________________________________________________________________________________


1              Präambel – Wer sind wir?

 

Unsere Schule ist eine drei- bis vierzügige Realschule im Zentrum Cuxhavens. Etwa 650 Schülerinnen und Schüler, die aus unterschiedlichen Stadtteilen stammen, werden während des Schulvormittags von ca. 40 Lehrerinnen und Lehrern – ergänzt durch Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter – unterrichtet und betreut.

Unser Bestreben ist es, die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen, verantwortungsbewusst und sozial-kompetent handelnden Jugendlichen zu erziehen (§2NSchG). Dazu dient eine erweiterte Allgemeinbildung mit einem Schwerpunkt in den Naturwissenschaften.

Über dieses Bildungsziel hinaus arbeiten wir an einer guten Ausbildungsfähigkeit unser Schülerinnen und Schüler. Hierzu tragen auch eine enge Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk und eine Partnerschaft mit dem Betrieb VOCO bei.

 

 

2              Leitbild – Was ist für uns von zentraler Bedeutung?

 

            Wir wollen

 

            a)         lebensnahe und solide grundlegende, fundierte Bildung für unsere  

                         Schülerinnen und  Schüler erreichen.

            b)         mit gegenseitiger Achtung und Mitmenschlichkeit einander begegnen.

            c)         unsere Überlegungen und Entscheidungen in ihren Prozessen nachvollziehbar                

                        und transparent kommunizieren.

 

 

             Leitziele dazu sind:

             Unsere Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule kompetent und ausbildungsfähig.

             Sie sind in der Lage, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen.

 

Wir wünschen uns, dass alle an Schule Beteiligten akzeptieren, dass Schule Priorität hat und dafür entsprechende Zeit aufgewendet werden muss, auch nach Unterrichtsschluss.

 

 

Zeit sollen sich Schüler nehmen für

 

-   die regelmäßige, gründliche und vollständige Anfertigung von Hausaufgaben

-   die Vorbereitung von Referaten oder anderen, zusätzlichen Aufgaben

-   „Durststrecken“, auf denen auch einmal härter gearbeitet werden muss

-   die Teilnahme an Schulveranstaltungen außerhalb der Unterrichtszeit

    (Klassenfahrten, Theaterbesuche, Exkursionen, Berufsfelderkundungen, Informationsveranstaltungen)

-   die Mitgestaltung des Schullebens

-   ein soziales Engagement zum Wohle der Mitschüler

 

 

Zeit sollen sich Lehrer nehmen für

 

-   die gründliche Vorbereitung ihres Unterrichts

-   eine für Schüler und Eltern nachvollziehbare Strukturierung des Unterrichts

-   mögliche Aktionen außerhalb der Unterrichtszeiten

     (Klassenfahrten, Besuche von Ausstellungen, Theatervorstellungen, Konzerten,…)

-   den Besuch schulinterner Veranstaltungen

     (Aufführungen, Abschlussfeiern, Abschlussball,…)

-   die Mitgestaltung des Schullebens

-   die Förderung eines sozialen Klimas

 

 

Zeit sollen Eltern investieren

 

-   um eine Arbeitsleistung ihrer Kinder zu ermöglichen (Frühstück, angemessene Kleidung,

    Arbeitsmaterialien,  Mittagessen, ungestörter Platz zum Lernen, angemessene Freizeiteinteilung,…)

-   um sich regelmäßig und möglichst umfassend über die schulische Situation ihres Kindes zu informieren

-   um konstruktiv bei der Lösung schulischer Probleme mitzuarbeiten

-   um den pädagogischen Konsens gemeinsam mit den Lehrkräften zu entwickeln

-   um aktiv an der Gestaltung des Schullebens mitzuwirken

 

 

Wir wünschen uns eine offene, positive Einstellung zum Unterricht.

 

Wir verstehen darunter

 

 bei Schülern: die Bereitschaft

 

-   kontinuierlich zu lernen (keine Saisonarbeiten vor Klassenarbeiten und Zeugnissen)

-   auch im Unterrichtsgespräch mit Klassenkameraden zu sprechen,

     andere ausreden zu lassen, zuzuhören und auf andere Meinungen einzugehen

-   alle Fragen, die sich stellen, unabhängig von der Reaktion der Mitschüler auch wirklich zu stellen

-   Probleme mutig anzusprechen

-   Erfahrungen aus dem persönlichen Alltagsleben mit in die Schule einzubringen und Schule

    nicht als einen vom „normalen Leben“ abgeschotteten Bereich zu verstehen

-   eigene Interessen zu vertreten ( in der Gesamtkonferenz, im Schulvorstand, in der SV,...)

 

 

bei Lehrern: die Bereitschaft

 

-   mit Motivation und Interesse an der Sache, kompetent, dabei freundlich und mit

    strenger Konsequenz zu unterrichten

-   vereinbarte Regeln auch wirklich durchzusetzen

-   Hausaufgaben grundsätzlich zu kontrollieren

-   Verständnis für Schwierigkeiten zu haben und Schülern in schwierigen Situationen beizustehen

-   auch wiederholte Fragen zu beantworten, notfalls im Einzelgespräch nach der Stunde

-   Schülervorschläge ernst zu nehmen

-   Probleme sachlich anzusprechen

-   Klassenarbeiten angemessen zum behandelten Stoff und der zur Verfügung stehenden

    Zeit zu konzipieren

-   professionell mit Kritik umzugehen

 

 

bei Eltern und Erziehungsberechtigten: die Bereitschaft

 

-   den notwendigen Dialog mit den Lehrkräften so zu führen, dass zum Wohle des Kindes

    ein Konsens erreicht wird

-   mit den Lehrkräften zusammenzuarbeiten

 

 Die Mitglieder der Schulgemeinschaft begegnen sich in gegenseitiger Achtung und Mitmenschlichkeit.

 

Zum respektvollen Umgang miteinander gehören für uns

 

-   die Achtung des anderen als gleichwertiges Gegenüber

-   gegenseitiges Ernstnehmen

-   eine offene und von Vertrauen gekennzeichnete Gesprächsbereitschaft über alle

    schulischen Belange sowie alle auftretenden Schwierigkeiten

-   Offenheit und Klarheit in der Notengebung

-   bei Konflikten grundsätzlich Einhaltung des „Beschwerdeweges“ durch Schüler und Eltern

    (Fachlehrer, Klassenlehrer, Rektor), eventuell Kontaktaufnahme mit dem Beratungslehrer

-   die Achtung vor den Grenzen des anderen (Leistungsfähigkeit bei Schülern / Geduld und Kraft bei Lehrern)

-   Hilfsbereitschaft

-   Aufrichtigkeit

-   Übernahme allgemeiner Erziehungsaufgaben durch die Eltern zu Hause

-   Beachtung der gemeinsamen Regeln in der Schule (z.B. Pünktlichkeit, Einhalten der Unterrichtszeiten, …)

-   Verzicht auf alles Verletzende – auch im Internet – (Ironie, persönliche Beleidigungen,

    Bloßstellen einzelner Schüler,…)

-   höfliche Umgangsformen (z.B. moderater Umgangston, gegenseitiges Grüßen,

    Rücksicht an Türen und anderswo, …)

-   die Wahl von Klassensprechern, die ihr Amt ernsthaft im vorher genannten Sinne ausfüllen möchten

 

 An unserer Schule sind ALLE umfassend informiert, damit jede und jeder die

Möglichkeit hat, an Entscheidungsprozessen teilzuhaben.

 

-   regelmäßige, zeitnahe und möglichst umfassende Information des Kollegiums durch die Schulleitung

-   selbstständige und regelmäßige Information des Kollegiums durch Schulverwaltungsblatt,

    Internet, Fortbildungsmaßnahmen,…

-   regelmäßige und möglichst umfassende Information der Eltern durch die Lehrer

-   regelmäßige und möglichst umfassende Information der Lehrer durch die Eltern

-   regelmäßige und möglichst umfassende Information der Schülerschaft durch die Schule und umgekehrt

 

Die Schule bemüht sich um eine möglichst optimale Unterrichtsorganisation.

Sie versucht, alle Anstrengungen von Schülern und Lehrern mit der besten für sie realisierbaren

Ausstattung zu unterstützen.

 

3       Maßnahmenprogramm – Was bedeutet das für unser Handeln?

 

3.1 Unterrichtsfächer

3.1.1 Religion

 

Teilnahme am ökumenischen Hungermarsch

 

Schon seit Beginn des Hungermarsches in Cuxhaven im Jahr 1997 nehmen Schülerinnen und Schüler der Realschule Cuxhaven daran teil. Zunächst als katholische Aktion durchgeführt, findet er seit 1998 jedes Jahr vor den Osterferien als ökumenischer Marsch zugunsten von hungernden und Not leidenden Straßenkindern in Brasilien und anderen Teilen der Welt statt.

Die Teilnehmer laufen eine bestimmte Strecke, für die dann Sponsoren Kilometergeld zahlen. Insgesamt konnten in den vergangenen Jahren so Projekte mit einer Summe von über 150 000 Euro unterstützt werden, die neben Unterkunft, medizinischer Betreuung und hygienischen Maßnahmen auch Sozial- und Bildungsarbeit für die Kinder bieten.

Durch die Vorbereitung auf diese Aktion und die Durchführung und Nachbereitung erfolgt bei den Schülerinnen und Schülern eine Bewusstseinsbildung für die Probleme armer Länder und speziell für die Probleme von Kindern, die auf der Straße leben und überleben müssen. Sie erleben gemeinsam, dass man sich mit einfachen Mitteln für etwas einsetzen kann und erfahren unmittelbar durch Berichte aus diesen Ländern, was mit dem Geld, das durch ihren Lauf eingenommen wurde, in den betreffenden Ländern verändert werden kann.

 

 

3.1.2 Musik

 

Das Singen und Musizieren spielt für die Entwicklung von Kreativität und Persönlichkeit bei Kindern eine wichtige Rolle.

Diesen Tätigkeitsbereich zu fördern ist deshalb eine unverzichtbare Zukunftsaufgabe.

 

-   Einschulungsfeiern – Am Ende eines Schuljahres organisieren die Klassen- und Fachlehrer

    der zukünftigen 6. Klassen ein Programm zur Einschulung der neuen 5. Klassen, 

    um diesen Schülern ein angenehmes Willkommen zu bereiten und einen Einblick in mögliche

    Aktivitäten der Schule zu geben.

-   Musikabende - Die Schüler zeigen vor Publikum, was sie erarbeitet haben. (Sie fanden bisher selten statt,

    weil für die langwierigen Probenphasen Zeit und Personal fehlt.)

-   Gestaltung von Jubiläen der Schule – Das umrahmende Kulturprogramm für solche Veranstaltungen wird

    im Unterricht erarbeitet.

-   Umrahmung der Schülerversammlungen mit Darbietungen der Schüler – Die Schüler der Schule bieten

    ihr musikalisches oder tänzerisches Können vor Mitschülern verschiedener Klassenstufen dar.

-   regelmäßige Theater-, Oper- und Musicalbesuche – Möglichst in Übereinstimmung mit

    dem  Unterrichtsplan werden Besuche von Aufführungen in Opernhäusern oder Theatern im

    laufenden Spielplan organisiert.

-   Musical- oder Opernworkshops mit professionellen Künstlern in unserer Schule – Immer wieder

    werden professionelle Künstler in unsere Schule eingeladen, die mit den Schülern Werke erarbeiten

    und sie gemeinsam aufführen.

-   Weihnachtsfeiern – In unterschiedlichen Formen wird die Advents- und Weihnachtszeit

    angemessen musikalisch begleitet.

 

 

3.1.3 Sport

 

Nichtschwimmerunterricht

 

Das Bestreben der Realschule Cuxhaven ist es, allen Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen eine Schwimmbefähigung zu bescheinigen.

Da nicht nur von uns sondern auch seitens der DLRG wiederholt festgestellt wird, dass unsere Kinder vermehrt nicht schwimmen können und somit immer mehr Todesfälle durch Ertrinken festgestellt werden, bieten wir wöchentlich eine Schwimmstunde (90 Minuten) am Nachmit­tag für Nichtschwimmer im Lehrschwimmbecken der Stadt Cuxhaven an.

Die Schülerinnen und Schüler werden durch Wassergewöhnung an das Schwimmen herange­führt und erlernen mit Hilfe von Übungsmaterialien das sichere Schwimmen im tiefen Wasser.

Am Ende dieses Nichtschwimmerunterrichtes soll das Schwimmabzeichen „Bronze“ von allen Teilnehmern erreicht werden, sodass sie am regulären Schwimmunterricht der Schule am Vormittag teilnehmen können.

 

 

3.1.4 Französisch

 

Der Schüleraustausch Realschule Cuxhaven – Collège Antoine de Saint – Exupéry

 

Einmal jährlich findet zwischen dem Collège Antoine de Saint-Exupéry und der Realschule Cuxhaven ein Schüleraustausch statt.

Der Austausch wird im Unterricht vorbereitet, zudem haben einige Schüler zu ihren Austauschpartnern einen recht intensiven E-mail- oder Briefkontakt.

Sie werden alle in Gastfamilien untergebracht, mit denen sie viele zusätzliche Unternehmungen machen.

Den französischen Schülern wird in Cuxhaven ein recht abwechslungsreiches Programm geboten (Fahrten nach Bremen und Hamburg, Cuxhaven, ein gemeinsames Fest im Haus der Jugend, Ahoi–Bad, offizieller Empfang, fachliche Projekte in der Schule…).

Im Mai findet der Gegenbesuch statt. Auf dem Hinweg wird in Paris übernachtet und dort haben die Schüler die Möglichkeit in einem intensiven Sightseeing-Programm die Stadt gut kennen zu lernen.

In Vannes wird uns ebenfalls ein vielseitiges Programm geboten (Quibéron, eine Bootsfahrt auf dem Golfe du Morbihan, Bowling, Guérande, Carnac, ein bretonischer Abend..). Auf dem Rückweg wird ein Zwischenstopp in Versailles eingelegt.

Die Schüler erhalten einen guten Einblick in die französische Kultur und Gastfreundschaft. Einige Fotos, Souvenirs aus der Bretagne etc. sind im Schulforum in einem Schaukasten ausgestellt.

 

 

3.1.5 Arbeit/Wirtschaft

 

Durch den neuen Erlass „Die Arbeit an der Realschule“ erhalten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen zum ersten Mal Unterricht in dem Fach Arbeit und Wirtschaft, das in den 8. und 10. Klassen einstündig und in den 9.Klassen zweistündig unterrichtet wird.

Dieses Fach wird an unserer Schule zurzeit von 5 Lehrkräften unterrichtet, welche die Schülerinnen und Schüler u.a. auf das zukünftige Berufsleben vorbereiten.

Wir beginnen in den 8.Klassen mit der Vorstellung des Handwerkes durch „Meister in der Schule“ und einem Ein-Tages-Praktikum im Handwerksbetrieb. Die Schülerinnen und Schüler sollen so „vor Ort“ die Berufsbedingungen erfahren.

In den 9. Klassen wird dieser „rote Faden“ wieder aufgenommen, indem die Schülerinnen und Schüler in einer Abendveranstaltung gemeinsam mit ihren Eltern über Ausbildungsplätze und Chancen im Handwerk informiert werden. Auf dieser Veranstaltung können auch die ersten Kontakte für ein dreiwöchiges Schulbetriebspraktikum, das die Schülerinnen und Schüler am Ende des 1.Schulhalbjahres absolvieren müssen, geknüpft werden. Den Schülern stehen Praktikumsplätze im Umkreis von Cuxhaven – Otterndorf – Nordholz zur Verfügung.

In diesen drei Wochen werden sie von ihren Fachlehrern betreut, diese Kollegen werden aus dem Unterrichtsgeschehen in der Schule ausgeplant.

Auch haben unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich auf der jährlichen Berufsfindungsmesse „Flagge zeigen“ zu informieren.

Schwerpunkt der 10. Klassen ist das Bewerbungstraining, wobei wir von dem Cuxhavener Unternehmen „VOCO“ unterstützt werden. Seit einigen Jahren haben wir eine Kooperation mit diesem Unternehmen und versuchen diese Kooperation durch Betriebserkundungen, Bewerbungstraining und Besuche in der Schule auszubauen.

Ferner haben die Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, sich über „Region des Lernens“, durch Kontakte zum „Unternehmensverband Cuxhaven“ und durch Betriebserkundungen auf dem „wirtschaftlichen Laufenden“ zu halten.

 

 

3.2 Wahlpflichtkurse

3.2.1 Biologischer Gartenbau

 

Die oft einseitige Überfrachtung der Lehrpläne mit kognitiven Inhalten und die dürre, lebensferne Schulbuchbiologie, die zur Entfremdung gegenüber den Erscheinungsformen der Natur führen, sollen an unserer Schule – zumindest im Ansatz – kompensiert werden durch praktische Erfahrungen in unmittelbarer Begegnung mit Pflanzen und Tieren im Schulgarten, durch naturnahe Beobachtungen, Experimente, gezieltes Erlernen von Pflegemaßnahmen und Schutzbemühungen. Die lebensnotwendige Verwandlung des verbreiteten Ausbeutungsverhal­tens in pflegerisches Verhalten kann nicht verbal vermittelt, der Umgang mit der Natur muss praktisch geübt werden.

Hier bietet sich an unserer Schule der Schulgarten an, der 1987 geplant und ins Leben gerufen wurde, als unverzichtbare Ergänzung des Biologieunterrichts im Klassenzimmer.

Unten stehend ist eine kleine Auswahl der in den Wahlpflichtkursen 9 und 10 behandelten Themen:

 

-   Kompostwirtschaft: Anlegen einer Kompostmiete und Ausbringung der Komposterde auf die Beete,

-   Kennenlernen des Rotteprozesses und der daran beteiligten Lebewesen (Reduzenten)

-   Herstellen eines saat- und pflanzfertigen Beetes

-   Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten verschiedener Gartengemüse: Salate, Tomaten, Möhren, Kartoffeln usw.

-   Herstellen und Anwendung spezieller Pflanzenjauchen von Brennnessel und Beinwell

-   Natürliche Schädlingsbekämpfung

-   Vogelschutz: Anbringen, Kontrolle und Reinigung verschiedener Nisthilfen

-   Anlegen und Pflege verschiedener Biotope: Gartenteiche, Reisighaufen, Wiese sowie Kennenlernen

    der in ihnen lebenden Tiere und Pflanzen

-   Kennenlernen verschiedener Obstsorten im Gelände unseres Schulgartens und ihre Bedeutung für

    eine gesunde Ernährung

-   Erlernen der wichtigsten Obstbaumschnittregeln, der Wundbehandlung, Maßnahmen der Stammpflege

    und eventuelle Veredelungsversuche

-   Fassadenbegrünung im Schulgelände

-   Ökologische Grundkenntnisse (Stoffkreisläufe in der Natur)

 

 

3.2.2 Antarktis

 

Seit dem Frühsommer 1999 hat die Realschule Cuxhaven mit der deutschen Neumayer-Station in der Antarktis Kontakt. Im Rahmen einer AG und seit dem Schuljahr 2008/2009 im Rahmen eines WPKs beschäftigen sich die Schüler mit den Lebensbedingungen und der Arbeit der Forschergruppen. Per E-mail werden Informationen zwischen Schule und Forschungsstation ausgetauscht und seit der Überwinterung 2008 haben sogar einige Forscher Patenschaften übernommen, um Fragen direkt zu beantworten und die Schüler somit bei ihren Gruppenarbeiten zu unterstützen. Außerdem hat das Überwinterungsteam einen Film nur für unsere Schule gedreht, der die Arbeit und das Leben auf Neumayer näher bringt. Das Alfred- Wegener-Institut in Bremerhaven gilt als ein weiterer Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler und wird u.a. durch eine Besichtigung „aufgearbeitet“. Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler werden dokumentiert und allen Besuchern der Realschule Cuxhaven mittels Stellwänden „präsentiert“.

 

 

3.2.3 Musik

 

-   Weihnachtsfeiern – In unterschiedlichen Formen wird die Advents- und Weihnachtszeit

    angemessen  musikalisch begleitet.

-   Verabschiedung der 10. Klassen mit einem lange vorbereiteten Programm – Nach Beendigung

    der Schullaufbahn an unserer Schule wird eine besondere Abschlussfeier organisiert, die unter Mitwirkung 

    der Wahlpflichtkurse Musik der Schule und Solisten gestaltet wird.

 

 

3.2.4 Globe

 

GLOBE (Global and Observations to Benefit the Environment) ist eine weltweites Projekt, das naturwissenschaftliche Forschung und Bildung in sinnvoller Weise miteinander verknüpft: Schüler, Lehrkräfte und Wissenschaftler forschen gemeinsam, um ein tieferes Verständnis über das „System Erde“ und das Zusammenspiel der einzelnen Umweltkompo-nenten Klima, Gewässer, Boden, sowie deren Auswirkungen auf Flora und Fauna zu erreichen.

Es wird an der Realschule von Frau Dr. Boldt betreut.

Die Ziele von GLOBE sind:

-   Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung nach den neuesten Bildungsstandards,

-   Stärkung des Umweltbewusstseins sowie

-   eine Vertiefung des Verständnisses für unser System Erde durch ihren eigenen Beitrag zur

    globalen Umweltbeobachtung und Forschung.

Im Rahmen von GLOBE können Schülerinnen und Schüler umweltrelevante Daten aus ihrer eigenen Schulumgebung regelmäßig erfassen. Diese Daten, die wir im Schulgarten erfassen, werden mit Hilfe weltweit einheitlicher Messprotokolle nach wissenschaftlichen Standards erhoben und via Internet in eine zentrale Datenbank eingespeist.

Viele Informationen findet man unter: http://www.globe-germany.de.

 

 

3.3 Arbeitsgemeinschaften

 

3.3.1 Vivarien

 

In unserer Vivarien-AG haben die Schüler es sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu halten und zu pflegen.

Dabei ist es wichtig, mit Schülern zu arbeiten, die sich verlässlich, verantwortungs- und liebevoll um die ihnen anvertrauten Lebewesen kümmern.

Zurzeit besteht unsere Gruppe aus insgesamt 12 Schülerinnen und Schülern, welche sich für jeweils ein Aquarium oder Terrarium verantwortlich zeigen.

In unserem Vivariengang des naturwissenschaftlichen Traktes der Schule befinden sich 6 Aquarien mit Skalaren, Neonfischen, Goldfischen, Welsen, Guppys, Flusskrebsen und 2 in Mexiko und den westlichen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten beheimateten Axolotl.

In den drei Terrarien sind unsere 11 Feuersalamander und zurzeit eine Erdkröte zu beobachten. Im Winter und Herbst beherbergt das Aquaterrarium 4 Rotwangenschildkröten, welche die Sommermonate über im Gartenteich unseres Kollegen Schnäckel verbringen.

Jeweils in der ersten großen Pause ist es die Aufgabe der Tierpfleger, nach dem Rechten zu schauen, ihre Tiere zu füttern und kleinere Arbeiten zu erledigen. Darüber hinaus trifft sich die AG einmal in der Woche – meistens in der Frühstunde – um umfangreichere Arbeiten in Angriff zu nehmen, wie z.B. das Aufräumen bzw. Herrichten der möglichst naturgetreuen Biotope in den Terrarien oder auch das Versorgen der Aquarien mit frischem Wasser sowie das Reinigen der Aquarienscheiben vom lästigen Algenbewuchs.

 

 

3.3.2 Kanu

 

Seit dem Sommer 2001 gibt es an der Realschule Cuxhaven eine Kanu-Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung des Realschullehrers Hermann Kornau.

Die ersten Paddelversuche der Schüler fanden auf dem Müggendorfer See mit geliehenen Kanus des Hinrich–Wilhelm–Kopf–Lagers statt.

Seit 2002 wird auf der Medem und ihren Nebenflüssen im Raum Ihlienworth gefahren. Mittlerweile verfügt die AG durch die finanzielle Unterstützung des Schulelternrates, der Firma Voco und der Schülervertretung (Überschuss von dem Abschlussball) über 8 Einer-Kajaks und ein Zweier–Kajak, die im Bootshaus der Kanuabteilung in Ihlienworth untergebracht sind. Der ehemalige Schulelternratsvorsitzende Rudi R. Heinisch stelle 10 Rettungswesten zur Verfügung.

Das Haus der Jugend stellt mittwochs von 14 – 19 Uhr einen Stadtbus zur Verfügung, mit dem zwischen den Oster- und Herbstferien nach Ihlienworth gefahren werden kann.

 

 

3.4 Sonstige Angebote

3.4.1 Beratungslehrer

 

Das Beratungskonzept der Realschule Cuxhaven integriert viele an der Schule tätige Personen mit externen Fachleuten. Es ist sehr breit gefächert und sowohl vertikal als auch horizontal strukturiert. Mit der vertikalen Strukturierung sind die verschiedenen Beratungsebenen gemeint, die horizontale Strukturierung umfasst die verschiedenen Beratungsfelder.

 

 

1.                  Vertikale Strukturierung: Beratungsebenen

1.1     Beratung durch Lehrkräfte

1.1.1  spontane Beratung

1.1.2  Elternsprechtage

1.1.3  Sprechstunden der Lehrkräfte

1.1.4  Klassenelternschaftsabende

1.2              Beratung durch Beratungslehrer

1.2.1   Einzelberatung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Erziehungsberechtigten, Kolleginnen

            und Kollegen

1.2.2   Systemberatung von Schülergruppen, Klassen, Kollegen und Kolleginnen

1.2.3   Kooperation mit außerschulischen (psychosozialen) Einrichtungen

1.2.4   Evaluation und Supervision

1.3      Besondere Beratungsangebote für die berufliche Zukunft

1.4              Schulleitung

1.5              Interne gegenseitige Beratung der Lehrkräfte nach Bedarf

2.         Horizontale Strukturierung: Beratungsfelder

2.1              Schulprobleme

2.2              Kollegiale Fallbesprechung

2.3              Gewalt- und Drogenberatung

2.4              Schullaufbahnberatung

2.5              Berufsorientierte Beratung

(Das Gesamtkonzept ist beim Beratungslehrer der Schule einsehbar)

 

 

 

3.4.2 Präventionskonzept

 

 

Konzept des Präventionsberaters der Polizei

 

 

Klassen-stufen

Thema

Dauer für Polizei

Voraussetzungen

5 und 6

Wahlweise Gurt/Helm/Toter Winkel; Fahrradspezial;

Bremsweg/Busschule/Notfallkette

2x2 Stunden

Themenbezogene Begleitung

Unfallberichte

Filme

7

Suchtprävention

Ursachen, Wirkungen im sozialen Bereich, Gruppendynamik

2 Stunden

Stoffkunde

Elternabend

Nachbereitung

8

Gewaltprävention

Respekt, Zivilcourage, Konfliktmanagement, Maßnahmen gegen Mobbing

2 Stunden

Wertebeschreibung

Schulordnung

Projekt/Hausarbeit

9

Mofa-Tuning

Gewalt im Straßenverkehr;

Führerscheinproblematik

2 Stunden

Mofa-Kurs

Gewalt s. Kl. 8

9

Gewalt in Paarbeziehungen

2 Stunden

Gewaltbegriff

Musik/Video

10

Don’t drug and drive mit Simulation

3 Stunden

Stoffkunde (7. Klasse)

 

Mögliche Bausteine eines Präventionskonzeptes aufgegliedert nach Jahrgangsstufen

 

Für die Realschule ergeben sich auf der Grundlage der Leitgedanken folgende Schwerpunkte:

 

Klassen-stufen

Baustein

Mobilität/Verkehrs-

Erziehung

Baustein

Gewaltprävention

Baustein

Suchtprävention

Baustein

Gesunde Lebensführung

(Ernährung, Bewegung)

5 und 6

Fahrradspezial

Busschule

Notfallkette aus der Ersten Hilfe

Mobbing

„Mein Körper gehört mir“

Rauchfreie Schule

 

Gesunde Ernährung

(Frühstück)

Rückenschule

 7 und 8

 

Gruppendynamik

Respekt

Zivilcourage

Alkohol

Drogen: Ecstacy

 

 9 und 10

Mofa-Tuning

„Don’t drug and drive“

Gewalt in Paarbeziehungen;

Gewalt im Straßenverkehr

 

Impfen: ja oder nein?

 

 

 

3.4.3 Schülerversammlung

 

 

Die Schülerversammlungen finden jeweils am 8. eines Monats statt. Klassen, die am Tag einer geplanten Schülerversammlung Sport- oder Schwimmunterricht bzw. laut Stundenplan nicht zur ersten Stunde Unterricht haben, nehmen an dieser Schülerversammlung nicht teil.

 

Ziele:

-   Stärkung der Gemeinschaft

-   Schaffung einer positiven Lern- und Arbeitsatmosphäre für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen

    und Lehrer und dadurch Förderung eines angenehmeren Lernens bzw. Unterrichtens

-   Transparenz: rechtzeitige Information über wichtige Termine und Vorhaben, die die gesamte

    Schülerschaft betreffen

 

 

Wichtig ist:

-   die Mithilfe der Kolleginnen und Kollegen, z.B. durch Nennen von Wünschen, Terminen für

    Veranstaltungen oder Hinweise auf mögliche Schülerbeiträge aus den jeweiligen Klassen

-   eine pünktliche Anwesenheit der Klassen in der Aula, damit die zur Verfügung stehenden

    15 Minuten eingehalten werden können

-   die Schülerversammlung als Forum für Mitteilungen und Anfragen der SV

-   dass die Schülerversammlungen einmal im Monat 15 Minuten dauern, also nicht zuviel

     Unterrichtszeit verschlingen. Wenn dadurch die Schülerinnen und Schüler informiert werden,

     sich ernst genommen fühlen und sich das Schulklima nachhaltig verbessert, ist dies gut investierte Zeit.

 

 

Inhalte der Schülerversammlungen:

 

-   Informationen über anstehende Termine, Veranstaltungen, ggf. auch außerhalb der Schule,

    Tag der Umwelt, sozialer Tag,…

-   ggf. Vorstellen neuer Kolleginnen/Kollegen und Anwärterinnen/Anwärter

-   kurze Schülerdarbietungen, z.B. aus dem musischen Bereich oder anderen Fächern

    (Berufspraktikum, Sportveranstaltungen), Preisverleihungen

-   wenn notwendig, Hinweise zum Schülerverhalten bzw. auf bestehende Regeln, wenn diese mehrheitlich

    nicht eingehalten werden; damit soll den Schülern verdeutlicht werden, dass alle an einem Strang ziehen

    und es soll verhindert werden, dass Kolleginnen und Kollegen sich als Einzelkämpfer fühlen müssen

 

 

 

3.4.4 Qualifizierungsmaßnahmen

 

-   In persönlicher Verantwortung

-   Methodentraining

-   Anwärterausbildung

-   Entwicklung eines Förderkonzeptes (Hilfe zur Selbsthilfe)

 

 

3.4.5 Schulcurricula und Projekte

 

Informationen zu den Schulcurricula und einzelnen Projekten sind in den Ordnern der einzelnen Fachbereiche gesammelt, die den Lehrkräften jederzeit zugänglich sind.

 

 

3.4.6 Jahresplan

 

 

4             Qualitätssicherung – Wie erkennen wir, dass wir weitergekommen sind?

 

Ein Teil der Qualitätssicherung ist die regelmäßige Überprüfung des Schulprogramms.

 

 

 

 Hier können Sie das Schulprogramm als PDF downladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand: Juni 2009

 

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